Eterna Stoffe


Oxford:

Buntgewebter, kräftiger Baumwollstoff in Tuchbindung

Gröbere Webart, welche aber dennoch strapazierfähige Hemden hervorbringt. Dabei werden gefärbte und ungefärbte Fäden miteinander verwoben. Wie der Name bereits verrät, stammt dieser Hemdenstoff aus der berühmten britischen Universitätsstadt.

Der Oxford ist ideal für sportliche Hemden und wird oft in Verbindung mit Button-Down-Krägen eingesetzt. Sein typisches Erkennungszeichen ist die optisch etwas größer wirkende Webart, weil stets doppelte Fäden miteinander verarbeitet werden. Das Oxfordgewebe ist strapazierfähig und herrlich weich, außerdem besonders atmungsaktiv.


popelinePopeline:

Leinwandiges Gewebe mit dicht eingestellter Kette aus feinen Garnen und locker eingestelltem, dickerem, etwas weicher gedrehtem Schuss. Es entsteht ein leicht rippiger Charakter.

Die Oberfläche hat eine leichte Rippenoptik, wirkt aber glatt und geschmeidig. Popeline zeigt einen besonders edlen Schimmer bei hochwertigen Baumwollqualitäten. Feine, dicht eingestellte Kettfäden werden mit fülligeren Schussfäden sehr dicht verwebt. Popeline ist strapazierfähig und langlebig. Der Name leitet sich vom franz. Wort für Papst, nämlich „pape“ ab (aus Avignon, Papstsitz im 14. Jhd.).


 Diagonale Breitband-KöperbindungDiagonale Breitband-Köperbindung:

Feintwill

Feintwill oder Köperbindungen sind am schräg verlaufenden Grat zu erkennen. Verläuft der Grat von links oben nach rechts unten spricht man von einem S-Grat-Köper, verläuft er von links unten nach rechts oben ist es ein Z-Grat-Köper.

Diagonal

Auch diese sind am schräg verlaufenden Grat zu erkennen. Verläuft der Grat von links oben nach rechts unten spricht man von einem S-Grat-Köper, verläuft er von links unten nach rechts oben ist es ein Z-Grat-Köper.

Fischgrat

Fischgrat oder auch Herrigbone Twill ist ein Verwandter des Twills. Er entsteht durch das Weben einer Köperbindung, wenn nach einigen Schüssen die Versatzrichtung gewechselt wird. 


   filafilFil à Fil (franz.: Faden an Faden):

Leinwandbindung in 1/1 Wechsel heller und dunkler Schussfaden

Der aus Frankreich stammende Name dieses Buntgewebes heißt auf deutsch nichts anderes als „Faden an Faden“, womit die Raffinesse seiner Herstellung bereits angedeutet wird. Der Weber wechselt Fädchen für Fädchen die Farbe des eingesetzten Garns.

Ein helles und ein dunkles Garn werden im Wechsel verarbeitet (= treppenförmige Kleinmusterung).   


     NattéNatté:

Poröser, trockener Hemdenstoff in einer abgewandelten Tuchbindung. Die kammgarnartigen Garne lassen den Flechtcharakter und die sichtbaren Durchbrüche gut erkennen.

Der Begriff „Natté“ kommt aus dem französischen („geflochten“) und ist eine Aida oder Panamabindung. Das Gewebe ist großborig und daher sehr luftdurchlässig. Die erhabene Webtechnik bricht das Licht so, dass ein edler Glanz entsteht.     


       ChambrayBatist (Chambray):

Leinwandbindiges Baumwollgewebe in Garnfärbung. Auch Farbschuss mit Weißkette mit dem Charakter eines Faux Uni.

Hier fand die Namenstaufe des Stoffes in Frankreich statt, da dieser Stoff nach der gleichnamigen Stadt in der Normandie benannt ist. Typisch für diese sportlich-elegante Hemdenqualität ist der sog. „frosted“-Effekt. Feine weiße Fäden durchziehen das Gewebe. Deshalb gilt der Chambray auch als Faux Unis, sprich „falsches einfärbiges Gewebe“.       


         Streifen-VariantenStreifen-Varianten:

Millerayé

Aus dem französischen – Tausend Streifen – feine, dicht gewebte, in Längsrichtung angeordnete Streifen.

Schwesternstreifen

Feine gleichmäßige Streifen meist in Farbe weiß/blau in der Art der Blusen der Krankenhausschwestern.

Römerstreifen

Markisenstreifen